Barrierefreier Ausbau der Bushaltestellen und DFI (Dynamische Fahrgast information)

Mobilität für alle!

Teilhabe am öffentlichen Leben: Darum geht es bei der Barrierefreiheit. Für den ÖPNV bedeutet dies, nach Möglichkeit allen Menschen die eigenständige Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu ermöglichen. Betroffen sind v.a. Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder beeinträchtigtem Seh- bzw. Hörvermögen, aber auch Schwangere, Personen mit Kinderwagen, mit Rollatoren oder mit größerem Gepäck. Die Vorgaben zur Erfüllung der Ziele eines barrierefreien ÖPNV werden auch durch den Nahverkehrsplan der Stadt Koblenz vorgegeben.

Die modernen Busse der koveb sind mit ihren Klapprampen, der Absenkfunktion und dem vergrößerten Perron-Bereich sowie taktilen Elementen, Außenbeleuchtung oder Audio-Durchsagen bereits vollumfänglich ausgerüstet. Der Ausbau der Haltestellen ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung gleichberechtigter Teilhabe.

  • Haltestellen mit DFI-Anzeigern (Dynamische Fahrgastinformation)

    • Altengraben, Fahrtrichtung stadtauswärts
    • Balduinbrücke, beide Fahrtrichtungen
    • BBS Beatusstraße, Fahrtrichtung Zentrum
    • Blücherstraße, Fahrtrichtung Zentrum
    • Bodelschwinghstraße, Fahrtrichtung Zentrum
    • Brenderweg, Fahrtrichtung Zentrum
    • Brüderkrankenhaus, Steig A und B
    • Closterbrauerei, beide Fahrtrichtungen
    • Christuskirche, Fahrtrichtung Zentrum
    • Ehrenbreitstein Bahnhof, alle Steige
    • Festungsaufzug/DJH, beide Fahrtrichtungen
    • Gewerbepark Metternich, beide Fahrtrichtungen
    • Hauptbahnhof, alle Steige
    • Heiligenweg, Fahrtrichtung Zentrum
    • Hochschule/Konrad-Zuse-Straße, Fahrtrichtung Zentrum
    • Hochschule/Schulzentrum, Steig B
    • Hüttenstück, Fahrtrichtung Zentrum
    • In der Strenge, Haltestelle der Linie 10 Fahrtrichtung Zentrum
    • Jakob-Hasslacher-Straße, beide Fahrtrichtungen
    • Karl-Härle-Straße
    • Kemperhof, Fahrtrichtung Zentrum
    • Kesselheim Kirche, Fahrtrichtung Zentrum
    • Kirmesplatz, beide Fahrtrichtungen
    • Kriegerdenkmal, Fahrtrichtung Zentrum
    • Langemarkplatz, beide Fahrtrichtungen
    • Magdeburger Straße, Fahrtrichtung Zentrum
    • Marienhof, beide Fahrtrichtungen 
    • Messeplatz, Fahrtrichtung Zentrum
    • Niederberg Kaserne, Fahrtrichtung Zentrum
    • Rhein-Mosel-Halle, Steige F + G 
    • Roonstraße, Fahrtrichtung Hbf
    • Schlossweg, beide Fahrtrichtungen 
    • Schenkendorfplatz, beide Fahrtrichtungen
    • Schulzentrum Asterstein
    • Stadttheater/Schloss, Steige A und B
    • St. Elisabeth-Kirche, beide Fahrtrichtungen
    • Universität, Steige A und B
    • Uni/Winninger Straße 
    • Verwaltungszentrum Süd, Fahrtrichtung Zentrum
    • Zentralplatz/Forum, alle Steige
  • Handbuch Straßenbaudetails der Stadt Koblenz

    Straßenbaudetails der Stadt Koblenz - Handlungsanweisung für die Standardisierung, Stand 2024
    Hier klicken

  • Projekt: Austausch Wartehäuschen

    Die koveb erneuert die Buswartehallen im Stadtgebiet Koblenz: In den kommenden drei Jahren werden rund 120 ältere Wartehäuschen, die nicht mehr sanierbar sind, abgebaut und neu errichtet. Grundsätzlich ist vorgesehen, alle abgebauten Wartehallen durch neue zu ersetzen.

    Durch die Vielzahl von Einzelmaßnahmen und lange Lieferzeiten der Hersteller können neue Wartehallen nicht immer sofort nach dem Abriss aufgebaut werden. An einigen Standorten kann es daher eine gewisse Zeit dauern, bis die neue Wartehalle steht. Das steckt dahinter:

    1. Ein wesentlicher Faktor ist das Fundament: Nach dem Rückbau wird zunächst ein Betonfundament gegossen, das rund 28 Tage aushärten muss, bevor die neue Wartehalle installiert werden kann. Dadurch entsteht automatisch eine Mindestwartezeit von etwa einem Monat.
    2. Hinzu kommt die Abstimmung verschiedener Beteiligter: Rückbau, Fundamentarbeiten und Herstellung der Wartehallen werden von unterschiedlichen Unternehmen übernommen, die jeweils in festgelegten Zeitfenstern arbeiten. Kommt es hier zu Verzögerungen, greifen die Abläufe nicht mehr nahtlos ineinander.
    3. Auch die Vergabeprozesse spielen eine Rolle: Die Ausschreibung für die Produktion der neuen Wartehallen hat - aufgrund des Projektumfangs - viel Zeit in Anspruch genommen und fiel teilweise mit dem Beginn der Rückbauarbeiten zusammen. Dadurch war die zeitliche Lücke insbesondere zu Projektstart größer.
    4. Zudem erfolgt die Produktion der rund 120 neuen Wartehallen schrittweise. Zunächst wird eine Musterwartehalle gefertigt und geprüft. Erst danach startet die Serienproduktion in mehreren Lieferabschnitten.

    Im Laufe des Projekts ist davon auszugehen, dass sich die Zeit zwischen Abbau und Neubau deutlich verkürzt. Wir bitten unsere Fahrgäste dafür um Verständnis und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten! 

    Sanierte Wartehäuschen: 

    • Kloster
    • In der Strenge
    • Kapuzienerplatz (beide Richtungen)
    • Im Baumgarten
    • Am Löwentor
    • Hintermark
    • Schule
    • Herberichstr.
    • Nauweg
    • Am Brunnen
    • Wilhelm-Leuschner Str.

    Neu errichtete Wartehäuschen: 

    • Karl-Härle Straße
    • Verwaltungszentrum/Debeka
    • Balduinbrücke (beide Richtungen)
    • Bodelschwingh
    • Langemarkplatz (beide Richtungen)
    • Rübenacher Str.
    • Kirmesplatz
    • Uni/ Winninger Str. Steig A
    • Uni / Winninger Str. Steig B
    • Kurt- Schumacher Brücke Steig C
    • Kurt- Schumacher Brücke Steig D
    • Schlossweg (beide Richtungen)
    • Kripp
    • Altengraben
    • Christuskirche

    Haltestellen, an denen das Wartehäuschen zurückgebaut wurde, und die im Laufe des Jahres eine neue Wartehalle erhalten:

    • Am Kapellchen
    • Simmerner Str.
    • Meißener Str.
    • Karthäuserhofweg
    • Rottmannstraße
    • Festungsaufzug/DJH (beide Richtungen)
    • Hüberlingsweg
    • Greifswalder Str.
    • Bundesarchiv (beide Richtungen)
    • Magdeburger Str.
    • Hochschule/ Schulzentrum steig B
    • Fort-Konstantin
    • Mostertplatz
    • Memeler Str.
    • Bubenheimer Weg
    • Kaserne
    • Niederberger Höhe
    • Seifenbachstr.
    • Messeplatz
    • Stadttheater Bussteig A

Barrierefreier Haltestellenausbau durch die koveb

Die koveb ist gemäß Nahverkehrsplan seit 2020 zuständig für die 290 Haltestellen bzw. 600 Haltepunkte im Stadtgebiet Koblenz. Der barrierefreie Ausbau erfolgt etappenweise über mehrere Jahre. 2022-24 sind 27 Haltepunkte vollständig barrierefrei gestaltet werden. Dafür hat das Land eine Fördersumme in Höhe von 819.400 Euro zur Verfügung gestellt. Bis 2026 ist in Koblenz ein noch umfangreicheres Maßnahmenpaket von 98 Haltepunkten geplant, die je nach Standort ganz oder bedingt barrierefrei gestaltet werden sollen. Der weitere Ausbau erfolgt sukzessive. Dabei kommt es während der Baumaßnahmen an den jeweils betroffenen Haltestellen kurzfristig zu Einschränkungen im Betrieb.

Layout 1



Vollständig barrierefreie Haltestellen erfüllen folgende Vorgaben:


  • Mindesthöhe Bordstein 18cm 
  • Durchgangsbreite mindestens 1,20m bis 1,50m
  • Neigung höchstens 6% 
  • taktile Elemente auf dem Boden
  • visuelle Kontraste auf dem Boden (helle und dunkle Pflasterung)
  • Sitzmöglichkeit
  • Gute Lesbarkeit von Fahrgastinformationen
  • sofern DFI -Anzeiger vorhanden: TTS -Taster auf Rollstuhlfahrerhöhe mit Lautsprecher-Ansage; Lesbarkeit der angezeigten Texte bis zu 25m Entfernung

Bedingt barrierefrei sind Haltestellen, wenn ein Teil der o.a. Vorgaben erfüllt ist. Je nach topographischen oder städtebaulichen Gegebenheiten ist ein vollständig barrierefreier Ausbau nicht immer möglich. Das gilt z.B. für Steilstrecken mit einem vom Gelände vorgegebenen höheren Neigungswinkel oder für Bordsteine, die aufgrund von Regenwasserabfluss niedriger als 18cm liegen müssen. Grundsätzlich gilt: Dort, wo es baulich möglich ist, soll eine vollständige Barrierefreiheit erreicht werden. 



DFI (Dynamische Fahrgast information)

  • Die Abkürzung DFI steht für dynamische Fahrgastinformation – dynamisch deshalb, weil die Anzeiger im Unterschied zum klassischen Fahrplan größtmögliche Aktualität bieten. Die angezeigten Fahrtzeiten werden direkt aus den Bussen übertragen. So lässt sich auf die Minute genau ablesen, welche Linie wann fährt, ob der Bus Verspätung hat, wann die nächste Verbindung kommt. 
  • Kurzfristige Verkehrsereignisse, z.B. der Ausfall einer Verbindung, können auf dem DFI-Anzeiger abgebildet werden. Das erhöht die Informationsqualität enorm.
  • Angezeigt werden nicht nur die Daten der koveb, sondern auch die Abfahrtszeiten anderer Verkehrsunternehmen, die über die Datendrehscheibe der Verkehrsverbünde VRM/VRS bereitgestellt werden.
  • Am Mast der DFI-Anzeiger befindet sich ein sogenannter „TTS-Taster“ („Text to Speech“). Auf Knopfdruck können sich sehbeeinträchtigte Fahrgäste die im Anzeiger enthaltenen Informationen ansagen lassen – ein weiterer wichtiger Baustein im Zuge des barrierefreien Haltestellenausbaus durch die koveb.

 Zahlen und Fakten:

  • DFI Ausbau in Koblenz: 2022-2025
  • Gesamtvolumen: 60 Haltestellen, 121 Anzeiger
  • System: EEO Oltmann, Berlin
  • Daten: IVU.realtime und Datendrehscheibe VRM/VRS
  • Förderung:
    • Bundesministerium für Verkehr: 1,29 Mio. Euro
    • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität RLP: 584.115 Euro


Ausblick

Die zuständige Fachabteilung der koveb hat das Großprojekt „Barrierefreier Haltestellenausbau“ in einzelne Maßnahmenpakete aufgeteilt, die sich an Vorgaben aus dem Nahverkehrsplan sowie einer gleichmäßigen Verteilung innerhalb der Stadtviertel orientieren, mit Rücksichtnahme auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung des Verkehrsflusses – bei 125 Baustellen bis 2026 eine enorme Herausforderung. Mitunter sind bis zu 7 verschiedene Stellen im Hintergrund an den Abstimmungs- und Planungsprozessen beteiligt, die der eigentlichen Baumaßnahme vorangehen.

Barrierefreier Haltestellenausbau in Zahlen

  • Haltestellen im Stadtgebiet Koblenz: 290
  • Haltepunkte im Stadtgebiet Koblenz: 600
  • Bedingt barrierefreie Haltepunkte: 130
  • Vollständig barrierefreie Haltepunkte:
    • Anfang 2022: 70
    • September 2025: 120
  • Maßnahmenpaket 1 (2022-24): 27 Haltepunkte
    • Vollständiger barrierefreier Ausbau
    • Förderung durch: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz
    • Fördersumme: 819.400 Euro
  • Maßnahmen ab 2026: Weitere 23 Haltepunkte im Stadtgebiet